VPV Versicherungen
Dreistufige SAS9-Migration als Basis für wachstumsorientierte Neuausrichtung
HMS unterstützte die VPV Versicherungen bei der 1:1-Umstellung der bestehenden SAS8-Umgebung nach SAS 9.1.3 im Projektmanagement und in der Realisierung
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Der Kunde
Mit 1300 Mitarbeitern, rund 1,9 Mio. Versicherungsverträgen und einer Bilanzsumme von über 8 Mrd. Euro gehören die VPV Versicherungen zu den 30 größten deutschen Lebensversicherern. Die VPV wurde 1827 als „Sterbeversicherung für Postangestellte“ gegründet und war damit die erste Lebensversicherung in Deutschland. Über mehrere Fusionen entstand der heutige VPV Konzern mit Hauptsitz in Stuttgart. Die VPV bietet Ihren Kunden mit innovativen Produkten ein attraktives, erfolgreiches Allfinanzkonzept für die Bereiche Vorsorge, Vermögensaufbau und Absicherung.
Seit 2006 verbindet die HMS Analytical Software GmbH (HMS) eine dynamisch wachsende Geschäftsbeziehung mit der VPV. HMS unterstützt die VPV Versicherungen dabei als Berater und Softwareentwickler.
Die AusgangslageDie VPV-Versicherungen setzen die
SAS-Technologie seit 1999 ein. Aus der Notwendigkeit, Kennzahlen zur Entscheidungsunterstützung und zu Analysezwecken firmenweit bereitzustellen, entstand die Konzeption für ein umfassendes SAS
Data Warehouse. Ausgehend von Fragestellungen des Vertriebscontrollings wurde die Datenbasis für ein transparentes, einheitliches Berichtswesen geschaffen. Das Data Warehouse System wird seitdem kontinuierlich erweitert und ermöglicht durch den Einsatz unterschiedlicher Datamarts benutzerspezifische Zugriffe auf eine konzernweit homogene Datenbasis.
Das Front-End bildet dabei die webbasierte VPV-Applikation VIPAS (Vertriebs-Informations-Planungs-Analyse-Steuerungs-System), die ein effektives und einheitliches Steuerungsinstrument für die unterschiedlichen, vor allem vertrieblichen Themen darstellt. Die JSP-basierte Anwendung ermöglicht durch den Einsatz von OLAP-Technologie ein flexibles Reporting, das sich den individuellen Bedürfnissen der Benutzer auf allen Ebenen anpassen lässt. Die Datenhaltung erfolgt in SAS-MDDBs und SAS-Tabellen. Die zugrunde liegenden ETL-Prozesse werden mit Hilfe des SAS Warehouse Administrator abgebildet. Durch den Einsatz einer leistungsfähigeren IT-Umgebung, die eine zentrale Metadatenhaltung, Multithreading sowie einen universellen Architektur-Ansatz ermöglicht, wurden die Grundlagen geschaffen, um künftige Neuerungen und Anforderungen effizient realisieren zu können.
Die AufgabeNach intensiven Beratungen mit den Experten der
SAS Professional Services und des SAS-Partners HMS Analytical Software befand die VPV eine dreistufige Migration auf die neue SAS9-
Business Intelligence-Architektur als die beste Option, um ihre Anforderungen zeitnah umsetzen zu können. Ziel ist es, die Performance zu steigern, die vorhandene Hardware besser zu nutzen, sowie schrittweise intensiv
SAS9-Know-How aufzubauen, insbesondere zu den neuen SAS9-OLAP-Konzepten. Dabei soll der Produktivbetrieb gegenüber den mehr als 750 Endanwendern reibungslos weitergeführt werden.
Die dreistufige
Migration sieht im ersten Schritt eine 1:1-Umstellung der bestehenden SAS8-Umgebung nach SAS 9.1.3 vor. Dies ermöglicht die Weiterführung unter SAS8 geschriebener Programme und Anwendungen sowie die Nutzung neuer Features der Version SAS9, wie unter anderen Multithreading. Damit wurden die Grundlagen geschaffen, um in den Schritten zwei und drei neue SAS Technologien einzuführen, wie zum Beispiel SAS Data Integration Server oder SAS BI Server.
Das ProjektteamHierfür bildeten die Projektverantwortlichen von VPV, HMS und SAS ein sich hervorragend ergänzendes Team. Gemeinsam mit den Ansprechpartnern des Bereichs Unternehmensentwicklung der VPV übernahm HMS die Projektdurchführung, SAS unterstützte bei der Installation sowie bei technischen Fragen.
Der ProjektverlaufIm Rahmen der 1:1-Umstellung wurden zunächst seitens HMS die Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebung für das künftige System angelegt. Anschließend folgten die Entwicklung der Programme zur Datenmigration sowie die Durchführung der Datenmigration in die Entwicklungsumgebung.
Darauf aufbauend konnte nun die Webanwendung für die Entwicklungsumgebung migriert werden. Eine Herausforderung war dabei die Portierung der Applikation VIPAS auf die neue Version SAS AppDev Studio 3.2. Diese Problemstellung konnte mit Hilfe der systematischen Analyse durch HMS und den gezielten Support von SAS Consulting zügig bearbeitet werden. Anschließend erfolgte die Migration der Test- und Produktionsumgebung sowie der Test der neu geschaffenen Umgebungen in enger Kooperation mit den VPV-Projektbeteiligten.
Dank der sehr engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten konnte die erste Phase der Migration inklusive aller Tests nach 3 Monaten erfolgreich abgeschlossen werden. Der reine Projektaufwand für HMS und SAS lag bei 30 Tagen.
Der NutzenFür die VPV Versicherungen realisierten sich durch das gewählte Migrationsszenario verschiedene Vorteile. So konnte durch den Einsatz der SAS9 Multithreaded Procedures die Performance der Batchprozesse der Data Warehouse-Bereitstellung spürbar gesteigert werden: 30% bis 50% kürzere Laufzeiten. Weitere Nutzen ergeben sich für alle Beteiligten bei der Sicht auf das gesamte Migrationsszenario. Dank der erfolgreichen 1:1-Portierung ist die VPV nun sehr gut auf kommende Migrationschritte, wie die Einführung der neuer SAS9-Technologien (z. B. SAS Data Integration Server, SAS BI Server) vorbereitet. Zudem konnte durch die stufenweise Vorgehensweise der Umstellungsaufwand im Vergleich zu einer direkten Einführung der neuen SAS-Lösungen auf ein Minimum beschränkt und das Know-how schrittweise aufgebaut und vertieft werden.
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